Bruderschaft II, § 479

Urusvati weiß, dass sogar die kleinste Handlung mit vielen umgebenden Bedingungen verknüpft ist. Dieselbe Grundlage gilt auch für große Taten. Die Menschen verstehen kaum, dass eine psychische Wirkung von vielen Bedingungen abhängt. Gewöhnlich wollen sie dies bei ärztlichen Einflüssen nicht anerkennen. Die Menschen vernachlässigen die Krankheiten. Nicht genug dessen umgeben sie die Kranken mit widerwärtigsten Einflüssen und fordern darauf unverzügliche Heilung. Doch für solche heilenden Einflussnahmen müssen entsprechende Bedingungen geschaffen werden. Das sogenannte Wunder kann unter widrigen Bedingungen nicht durchgeführt werden. Die Menschen sind bereit, den Arzt mit Drohungen und voller Misstrauen herbeizurufen. Sie machen sich keine Vorstellung davon, dass sogar eine mächtige Energie verdorben und unterbunden werden kann. Nicht selten rufen sie den Arzt und flüstern hinter seinem Rücken das Wort des Misstrauens. Mögen die Gelehrten erforschen, wieviel Prozent Heilungen bei Vertrauen zum Arzt erreicht werden und wieviele Verschlimmerungen bei misstrauischer Einstellung die Folge sind. Wir haben nicht nur einmal wiederholt, dass jede Tat von Wohlwollen begleitet werden muss. Selbst die gewohnte häusliche Arbeit wird wohlgestaltete Folgen tragen, wenn sie mit guten Gedanken ausgeführt wird. Viele gute Handlungen sind durch Gereiztheit und ungute Gedanken vernichtet worden. Der Denker bewegte die Schüler in besonderem Maße dazu, ihre guten Absichten nicht verderben zu lassen.

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