Urusvati weiß, dass es Stufen der Zusammenarbeit gibt. Die Menschen ziehen die niederen Stufen vor, da auf ihnen weniger Verantwortlichkeit herrscht, Eifer braucht nur in relativem Maße angewandt zu werden, und man muss sich nicht damit behelligen, angespannte Findigkeit zu entwickeln. Die höheren Stufen sind den Menschen jedoch schwer. Auf ihnen muss man selbständig auftreten. Man muss fähig sein, ein einziges Wort des Führers zu erkennen. Man muss den Mut finden, viele Pfeile in seinem Schild aufzufangen. Auf diese Weise ist es umso schwerer, je höher man steht. Überdies kann der Mensch nicht wissen, wo und wie seine psychische Energie wirkt. Nicht selten mag es für ihn den Anschein haben, als sei nichts erreicht worden, während indessen sich dank seiner psychischen Energie bereits vieles vollzogen hat. Der Mensch kann seinen gesamten Gesichtskreis nicht überblicken, und es ist unmöglich, alle Ströme der psychischen Energie zu finden, die in Vereinigung mit den Energien des Lehrers segensreich wirken. Möge der hingebungsvolle Mitarbeiter seine psychische Energie in die Verfügungsgewalt des Führers legen. Es ist nicht angebracht, über die Wege des Führers nachzusinnen. Solche Wege vermögen überaus komplex zu sein. Man darf unmöglich zurzeit der Schlacht damit beginnen, Erwägungen über die Gedanken des Führers anzustellen, man kann nur seine ganze Bestrebung anspannen, um das Beste zu tun. So muss man auf den höheren Stufen der Zusammenarbeit davon ausgehen, dass die Energie in viel weiterem Maße Anwendung finden kann, als man denkt. Wir haben das Beispiel erlebt, dass ein großer Heerführer einen Sieg errungen hatte, ohne es jedoch erkennen zu können. Ihm schien es, als seien alle seine Streitkräfte geschlagen, doch aus der Entfernung war es ihm nicht möglich zu sehen, dass es sich um den Feind handelte, der der Vernichtung erlegen war. Der Denker sprach: ‘Hört zu, hört aufmerksam zu! Seid ihr in der Lage zu wissen, wo eure Kraft gerade handelt? Der vorherbestimmte Sieg kann bereits stattgefunden haben, während es euer Auge nicht zu erfassen vermag.’