Bruderschaft II, § 431

Urusvati weiß, dass es einen überaus segensreichen Austausch irdischen Ektoplasmas mit höherer Energie geben kann. Wesen der höheren Sphären können sich der Ektoplasmateilchen bedienen, senden aber darauf eine äußerst wirksame Inspiration und stärken die Lebenssubstanz. So kann man sich davon überzeugen, dass bei einem natürlichen Verkehr mit den höheren Sphären kein Verlust eintritt, sondern eine Erfüllung mit erhabener Substanz. Für einen solchen Verkehr muss man jedoch zum Höchsten streben können. Jeder ungesunde Kunstgriff führt zu einem Verfall der Kräfte, da er die hässlichsten Erscheinungen hervorruft. Der Mensch selbst spürt es sehr wohl, wenn er etwas Unwürdiges tut. Er selbst muss in sich ein unentwegtes Streben zum Höchsten entwickeln und sich darin an den kleinsten Beispielen des Alltagslebens üben. So muss auch jeder, der vom Großen Dienen gehört hat, daran denken, dass unwürdiges Tun jemand anderem Schmerzen verursacht. Alte Erzieherinnen sagten den Kindern, wenn sie einen unwürdigen Streich verübt hatten: ‘Jetzt weint dein Engel.’ Und solche Ermahnung sollte tief ins Herz eingehen. Gewiss, jede ungute Handlung lässt jemand anderen leiden. Und welche höhere Begegnung soll denn bei Verletzung der Naturgesetze möglich sein? Die Menschen glauben, ihnen sei alles erlaubt, sogar Raub und Mord! Doch welche Helfershelfer werden sich dem Ort des Verbrechens nähern? Der Denker rief die Menschen auf, sich rechtzeitig darum zu bemühen, die unsichtbaren Helfer zu finden.

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