Urusvati weiß, wie hoch Wir den Begriff der Kunst stellen. Neben der Anhebung des ästhetischen Urteilsvermögens dient die Kunst der Erkenntnis den Gedankenbildungen. Zu jeder Wahrnehmung muss man sich erziehen. Man kann viel über verschiedene Erscheinungen lesen, doch ist es nicht leicht, dieses Bücherwissen auf reale Wahrnehmungen zu übertragen. Es ist viel über Gedankenbildungen geschrieben worden, doch ist der in die Feinstoffliche Welt hinübergetretene Mensch von der Vielzahl der den Raum erfüllenden Gebilde erschüttert. Allein der erfahrene Beobachter, der Kunst versteht, wird auch die Ursache der Erscheinung solcher Truggebilde finden. Daher sollten die Menschen es lernen, die besten Bilder mit ihrem eigenen Denken zu nutzen. Natürlich wird die beste Quelle die Natur selbst sein, doch auch auf sie muss man richtig schauen können. Und dazu verhelfen die Werke der besten Meister der Kunst. Sie gleichen Magneten, die Blick und Gefühl anziehen, und über sie lernen die Menschen es, wie man sich der Natur nähern muss. Der Raum kann mit herrlichen Bildern erfüllt werden, und sie werden den Weg zur Harmonie bereiten. Menschen, die den Raum mit Hässlichkeiten anfüllen, begehen ein Verbrechen. Doch erst über viele Leiden wird die Menschheit begreifen, wie verbrecherisch es ist, Hässliches zu schaffen. Versteht dies in jeglicher Hinsicht. Die Offenbarung von Schönem wird heilsam sein und durch alle Abgründe hindurchführen. Der Denker sagte immer wieder: ‘Wann endlich werden wir auferstehen?’