Urusvati bemerkt richtig, dass der Raum bisweilen geradezu verstummt und als lautlos erscheint. Der Mensch könnte denken, dass sein Gehör nicht mehr arbeite, doch lässt er damit eine andere Ursache außer Betracht. Wir errichten eine gewisse Sicherheitsschranke, damit das hellhörige Ohr von dem Wehklagen und dem Stöhnen befreit wird, das den Raum in dem Moment erfüllt. Wozu das Herz mit derartigem Wehklagen belasten, wenn es unerträglich wird und eine Ansammlung von Energie erforderlich ist! Wir Selbst wissen, wie schwer es ist, das räumliche Stöhnen zu ertragen. Einige werden behaupten, dass es solches Stöhnen überhaupt nicht gebe. Sie sind an die Lebensbedingungen der Feinstofflichen Welt dermaßen gebunden, dass sie keinen höheren Erscheinungen Gehör schenken können. Mögen solche Bewohner niederer Bereiche in ihrem imaginären Wohlergehen verbleiben. Tanzt man doch auch auf der Erde inmitten brudermörderischer Kriege. Solche Gefühllosigkeit verbreitet sich auch auf gewisse Bereiche der Feinstofflichen Welt, doch vollzieht sich Vervollkommnung dort auch nur in geringem Maße. Wir wissen, dass es unerlässlich ist, ein hellhöriges Ohr vor dem übermäßigen Druck einer zum Zerreißen gespannten Atmosphäre zu bewahren. Besondere Behutsamkeit ist dort vonnöten, wo ein tapferes Herz zu einer das gerechte Maß überschreitenden Heldentat bereit ist. Solche Bestrebung muss beschützt werden. Der Raum klingt ständig. Von den Tönen der Natur über die Sphärenmusik bis zum Stöhnen und lauten Weinen können alle Klänge wahrgenommen werden. Wenn Wir sie als Posaunenklang bezeichnen, lässt sich daran die räumliche Anspannung erraten. Es lässt sich sehen, dass Menschen im fernen Altertum bereits auf die Zeichen des Raumes zu achten vermochten. Sie konnten die genaue Bedeutung solcher Zeichen nicht erkennen, aber bezeugen, dass die Sphärenmusik bei günstigen Strömen erklingt, doch ein Stöhnen äußerst angespannte Ströme anzeigt. Es kommt vor, dass ein Mensch einen solchen Posaunenruf vernimmt, ohne zu verstehen, wodurch er verursacht würde. Wir hören beständig und aufmerksam auf alle Klänge des Raumes. Erfahrung und Geduld haben Uns gelehrt, viele Klangstufen zu unterscheiden. Wir besitzen bestimmte Apparate, die es erlauben, sogar sehr schwache atmosphärische Rhythmen zu empfangen, doch erfolgt die Hauptwahrnehmung über die Hellhörigkeit. Der Denker bemerkte: ‘Warum ist der Himmel verstummt? Nähert sich etwa ein Donnerpfeil?’