Bruderschaft II, § 389

Urusvati weiß, dass das Gesetz von Anziehung und Abstoßung in allen Welten wirksam ist, und dies in aller Lebendigkeit, da in den Gebieten, wo der Gedanke herrscht, die beweglichste Energie als Mittler fungiert. Es ist aufschlussreich zu beobachten, wie dieses Gesetz in der Feinstofflichen Welt in Erscheinung tritt. Dort lässt sich seine Anwendung bei weitem besser als in der grobstofflichen Welt studieren. Die Menschen nehmen an, dass man sich in der Feinstofflichen Welt allein in einer einzigen Sphäre, entsprechend der geistigen Ähnlichkeit, befinden könne. Sogar solche Annahme ist relativ. Wahrlich, es wird jeder zu einer bestimmten Sphäre hingezogen, was ihn jedoch nicht zu hindern braucht, Gedanken in andere Sphären zu senden. Entlang dieser gedanklichen Brücke können sich neue Verbindungen ergeben, sofern nicht das Gesetz der Abstoßung wirksam wird. Doch auch ein solches Hindernis kann überwunden werden, wenn der gesandte Gedanke klar und gut war. Es lässt sich sehen, wie die Gefühle des Bösen, der Rache und der Schädlichkeit abfallen. Sie lösen sich in Unnötigkeit auf, da das Wesen zu verstehen beginnt, dass die Tore sich mit solchen Schlüsseln nicht öffnen lassen. Arbeiter vergessen auch auf der Erde Kränkungen und Ungerechtigkeiten, da die Arbeit ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. In den hohen Sphären kann es keine Gedanken über das Böse geben, das ja chaotisch ist, weil es inmitten von Harmonie keine Grundlagen für Dissonanzen geben kann. Der Magnet beginnt zu wirken, und so entsteht Anziehung. Möge auch in der grobstofflichen Welt bereits der klare, gut organisierte Gedanke, der zu den Höhen führt, wachsen. Man darf solche Gedanken nicht mit kleinlichen Klagen über Missgeschicke zerstören. Denn eine große Anzahl solcher Klagen entsteht durch Misstrauen. In der Folge wird der Mensch die auf das Klagen vergeudete Energie bedauern, wenn er begonnen hat, den Höchsten Kräften zu vertrauen. Auf der ganzen Erde entstehen auf diese Weise beste Gedanken. Der große Denker selbst forderte dazu auf, Zuflucht dort zu suchen, wo keine Verzweiflung herrsche.

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