Urusvati weiß, dass die Selbstvervollkommnung mit der Befreiung von kleinen, schädlichen Gewohnheiten beginnen muss. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Voraussetzungen der kleinen Alltagsgewohnheiten! Die Menschen nehmen mitunter an, dass sie sich von den größten Hindernissen befreien müssten, doch überfordert solch ein Weg in der Regel die Kräfte. Überdies lässt sich die überaus hässliche Erscheinung beobachten, bei der ein Mensch meint, er habe sich von den größten Hemmnissen befreit, ist gleichzeitig aber noch voll mit den abstoßendsten kleinen Gewohnheiten behangen. Solch ein Baum, von der Last abscheulicher Früchte gebeugt, die im Verlauf vieler Jahrhunderte gezüchtet wurden, offenbart einen kläglichen Anblick. Ebenso muss man daran denken, dass die Vertreibung einiger kleiner Gewohnheiten ganz und gar nicht leicht ist. Unter ihnen wird es auch solche geben, die von sich aus nicht erkennbar sind und die nur ein scharfsichtiges Auge klar zu erkennen vermag. Doch diese verborgenen Gewohnheiten dienen oftmals als Schlüssel zur eigentlichen, gänzlichen Umwandlung. Erinnert euch des alten Sprichwortes: ‘Fang den kleinsten Teufel am Schwanz, und er wird dir zeigen, wo sein allergrößter Gefährte sitzt.’ Es ist notwendig, solche Volksweisheit zu wiederholen, da es an der Zeit ist, von einer oberflächlichen Lektüre der Lehre zur Tat überzugehen. Man kann aufzeigen, dass einige, sogar nach dem Lesen aller Bücher, durch ihr Tun offenbaren, dass sie daraus nichts angenommen haben. Es lässt sich sogar sehen, dass solche abgestorbenen Leser zurückgefallen sind und sich dadurch schlimmer als Analphabeten erweisen. Mögen sie sich jedoch vor Augen führen, was sie eigentlich während der Zeit ihrer Lektüre in die Tat umgesetzt haben. Mögen sie sich selbst sagen, von welchen Gewohnheiten sie sich erfolgreich befreit haben. Mögen sie sich notieren, welcher Nutzen ihnen aus dem Gelesenen zufloss, wenn doch die kleinste Gewohnheit unangetastet blieb. So vergesst nicht, die Freunde zu ermahnen, die kleinsten Gewohnheiten abzulegen. Der Denker selbst vermochte, sich von kleinen wie großen Gewohnheiten zu befreien. Er lehrte, unnötige Steine nicht in der Kleidung mit sich herumzutragen.