Bruderschaft II, § 37

Urusvati trägt Furchtlosigkeit in ihrem Herzen. Wir können bestätigen, dass solche Eigenschaft durch Vertrauen und lange Erfahrung aufgespeichert wird. Upasika hat ein Beispiel völliger Furchtlosigkeit im Leben gegeben. Unter allen Umständen war sie mutig, und Furcht konnte sich nicht in sie einschleichen. Ein weit zurückliegendes Leben Upasikas war voller Möglichkeiten der Angst. Auf üble Weise entwickelten sich Verfolgungen, der Name erlitt Verleumdungen. Wohlstand war nicht vorhanden, und von überall her drohten Ankläger. Wahrhaftig, ein Prüfstein der Furchtlosigkeit! Solche Beispiele können für mehrere Jahrhunderte aufgezeigt werden. Jeder von Uns hat nicht nur einmal die Gelegenheit gehabt, Furchtlosigkeit zu beweisen. Man darf nicht annehmen, dass Wir im irdischen Leben vor allen Angriffen der Finsternis bewahrt gewesen wären. Wer einen irdischen Auftrag ausführt, befindet sich auch unter irdischen Bedingungen. Gewöhnlich glauben die Menschen, dass Wir Uns immerwährend in Gefahrlosigkeit befinden; auf diese Weise machen sie aus Uns Wesenheiten, die gar nicht existieren. Wir können verhältnismäßig viel überwinden, doch die Schlacht ist eine echte Schlacht. Wir bleiben Sieger, da die Helle Hierarchie von der Finsternis nicht überwältigt werden kann. Wenn eine Unserer Schwestern ausruft: ‘Entsetzlich!’, so beweist sie keine Furcht, sondern weiß nur die Anspannung zu schätzen. Wir sind Wanderer in den fernen Welten; dort kann man viele Lehrstunden in Furchtlosigkeit nehmen. Die fremden Bedingungen der Planeten und die ungewohnte Atmosphäre können das Herz des Besuchers beeinflussen. Unsere Schwester Urusvati kennt die bei fernen Flügen auftretende Empfindung. Sie kennt das besonders schwere Gefühl bei der Rückkehr des feinstofflichen Körpers, können doch immer Komplikationen auftreten. Und viel Mut ist bei einem solchen Experiment erforderlich. Man muss sich die Skizzen ferner Flüge bei Uns ansehen, um den Grad der Kühnheit zu erkennen. Bei den Menschen ist das Streben zu Flügen erwacht. Einige erinnern sich ihrer kühnen Träume, andere fliegen wie Vögel fort. Doch gerade das Streben nach oben verleiht diesem Jahrhundert sein Zeichen. Schon vor langem wurden eiserne Vögeln angekündet, und solch eine Aussage bestätigt die neue Epoche.

‹ § 36 · Inhaltsverzeichnis · § 38 ›