Bruderschaft II, § 350

Urusvati weiß, dass jeder von Uns gegebene Rat eine wissenschaftliche Grundlage hat. Wenn Wir auf der Nützlichkeit eines ethisch begründeten Lebens bestehen, so bewahren Wir vor allem die grundlegenden Gesetze des Weltalls. Wenn Wir sagen: Hegt reine Gedanken – so sorgen Wir Uns damit gleichzeitig um die Harmonie. Überlegt, welch überaus große Bedeutung das reine Denken hat. Ihr wisst, dass solches Denken die Aura reinigt und ein strahlendes Licht erzeugt. Vergessen wir jedoch nicht, dass die Reinheit des Denkens auch der beste Schutzschild gegen finstere Wesenheiten ist. Diese saugen sich an jedem finsteren Gedanken fest. Ich sehe bereits, dass gewisse Gelehrte sich zornig erheben, da es in ihrem Wörterbuch keine finsteren Wesenheiten gibt. Sagen wir es also ihrem Bewusstsein entsprechend: Jeder Gedanke stellt eine eigene Art von Magnet dar und zieht ähnliches zu sich heran. Der Raum ist mit Gedanken gesättigt; jeder zieht in der Qualität ihm ähnliche zu sich heran. Solche Knollen existieren und entwickeln sich im Raum inmitten kosmischer Rotationen. Der Mensch besitzt nicht das Recht, Chaos zu erzeugen und dem Offenbarten Schaden zuzufügen. Denkt darüber nach, dass jeder reine Gedanke eine Wiege des Guten und jeder finstere Gedanke eine Zuchtstätte des Bösen ist. Man könnte fragen, wie der Mensch unterscheiden könne, ob er gut oder böse denkt. Die menschlichen Worte können verschlagen sein, doch im Denken betrügen die Menschen sich nicht. Sie verstehen den Unterschied zwischen Heldentat und Verbrechen sehr gut. Die Offenbarung der Tat entspricht nicht unbedingt ihrem Wesen, dieses Wesen spürt der Handelnde in seinem Herzen jedoch ganz ausgezeichnet. So möge der Mensch nicht zur Pflanzstätte zerstörerischer Kräfte werden. Jeder möge darüber nachdenken, dass er in der Lage ist, das Gute zu schaffen. Möge jeder wissenschaftlich denken, dann wird er auch die Gesetze der Ethik verstehen. Der Denker warnte: ‘Solange ihr euch kein Wissen aneignet, befindet ihr euch im Zustand des Unrechts.’

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