Bruderschaft II, § 328

Urusvati weiß, dass die sich Verkörpernden mit guten Absichten auf die Erde kommen – dies ist ein großes Gesetz. Selbst wer aus den niedersten Schichten kommt, erhält vor der Verkörperung eine Erleuchtung über das Gute und die Grundlagen des Daseins. Doch wie jedes Aroma, selbst das Beste, den Raum nicht für lange Zeit zu sättigen vermag, so werden auch die guten Vorsätze unter der Wirkung verschiedener Einflüsse zerstreut. Das Kind ist nicht böse, aber fähig, sich sehr schnell ein atavistisches Erbe anzueignen. Aus der Zusammensetzung kleinster Lebenseinzelheiten können üble Gewohnheiten geschaffen werden, die man als Einlass Tore des Bösen bezeichnen kann. So verliert sich die in der Feinstofflichen Welt erfahrene Erleuchtung. Es ist notwendig zu verstehen, wie weitgehend die Versenkung in den grobstofflichen Körper die Aufnahme von Eindrücken der Feinstofflichen Welt unterbindet. Dennoch kann man viele Angaben über das Leben in der Feinstofflichen Welt sammeln, am besten aus den vereinzelten Zeugnissen von Menschen, die Lichtblitze in unerwarteter Weise empfingen. Unter solchen Zeugnissen kann man viele aufrichtige Aussagen finden, da der Unvorbereitete von den Eindrücken selbst überwältigt wurde und sie daher auch in unmittelbarer Weise äußern wird. Es ist sehr lehrreich, Bauern über solche Dinge zu befragen, da sie, mitten in der Natur, vieles bemerken, es aber aus Furcht vor Spott nicht erzählen. So lässt sich bestätigen, dass jeder Mensch Kontakt mit Phänomenen solcher Art hat; nur, die einen richten ihre Aufmerksamkeit darauf, andere jedoch können oder wollen kein herzliches Verhalten zu all dem üben, was sich jenseits der Grenzen ihres Verstandes befindet. Wir werden jedoch noch genauer auf die Wahrnehmung des Übergangs in die Feinstoffliche Welt zurückkommen. Der Denker lehrte, ungewöhnlichen Erscheinungen auch besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

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