Urusvati weiß, dass das Überirdische und das Irdische vom inneren Wesen ein und dasselbe sind. Es gibt kein irdisches Geschehen, das nicht zu allem Existierenden in Beziehung stünde. Wenn Wir von den Grundlagen des Lebens sprechen, so bezeichnen Wir sie als überirdisch. Mittels aller erdenklichen Maßnahmen muss dem Menschen klar gemacht werden, dass allem Überirdischen Realität innewohnt. Er fürchtet das Überirdische und zieht es vor, sich in die Erde einzuwühlen, allein, um vor der Erhabenheit der Unbegrenztheit zu fliehen. Bei einem Gewitter streben die meisten Menschen nach dem Schutz des nächsterreichbaren Obdachs, und nur die wenigsten bleiben trotz der Blitze auf dem Feld. Diese wenigen erfassen auch das Überirdische allen Lebens. Die argwöhnische Mehrheit jedoch hält sich aus Furcht vor allem Überirdischen zurück. Sogar die Frage von Leben in fernen Welten erscheint ihnen als unangebracht. Darin sind sich Atheisten wie Kirchenleute einig. Und es finden sich auch Gelehrte, die die Erde als Zentrum des Weltalls annehmen. Es lassen sich viele Ansichten nennen, mit denen die Menschen sich vor der Wirklichkeit zu schützen suchen. Daher ist es unerlässlich, die Teilhabe des Menschen an allem Seienden vor allem anderen in den Vordergrund zu stellen. Viele Denker des Altertums haben davon gesprochen, doch leider sind ihre Maxime in der Kategorie der Aphorismen geblieben, die man liest, die aber von niemandem als Lebensratschläge aufgenommen werden. Die Gedanken des Konfuzius, des Pythagoras und Marc Aurels sind auf den Seiten der Geschichte erhalten geblieben, doch jeder schämt sich, sich den Ratschlägen aus dem Altertum zu öffnen. Die Menschen schämen sich, über die Ursache ihrer sie selbst entwürdigenden Ansichten zu sprechen. Daher muss man mit Nachdruck und Beharrlichkeit von der Teilhabe des Menschen an allem Seienden sprechen. Viele wünschen, als Unsere Mitarbeiter bezeichnet zu werden, doch dafür ist es notwendig, mit Uns in dieselbe Richtung zu denken. Zusammenarbeit kann es in allen erdenklichen Graden geben, nicht aber gegenseitige Verneinung. Der Lehrer muss sich vor allem vergewissern, inwieweit der Schüler sich schon in seinem Denken von allen Arten unnützen Geredes befreit hat und sich auf den Kern einer Sache zu konzentrieren vermag, dann werden das Irdische und das Überirdische Teile des einen Ganzen sein. Möge der Lehrer so sprechen, dass jedes Wort dem Schüler wie bekannt erscheint, sich aber als Resultat eine Vertiefung des Bewusstseins ergibt. Statt Vertiefung ließe sich auch Erhöhung sagen, da es im Raum weder oben, noch unten gibt. Wo wird das uns beeinflussende Überirdische in einigen Stunden sein? Welche neuen Chemismen werden uns berühren? Sie werden nicht nur uns berühren, sondern auch die dichte Schicht des Planeten aufreißen. Sie töten gewissermaßen Metalle in ihrem reinen Zustand und rufen daraus neue Verbindungen ins Leben. Den Menschen ist es nicht möglich, sich diesem Laboratorium zu entziehen, und daher ist es nützlich, sie mit ihrem ganzen Bewusstsein heranzuführen. Der Denker sprach: ‘Nimm an allem Seienden teil. Es ist für dich da und du für es.’