Urusvati weiß, wie entstellt sogar große Heldentaten ausgelegt werden. Gibt es viele, die diesen Taten unvoreingenommen begegnen? Nehmen wir das altbekannte Bild: Dem regnerischen, kalten Wetter ausgesetzt, tief im Schmutz watend, bahnt sich ein Wanderer mit Mühe den Weg. Aus den Fenstern schaut man spöttisch lächelnd auf ihn mit der Frage, warum er bei solchem Unwetter nicht unter einem Obdach bleibe. Vergleicht, wie groß die Zahl der Spötter und Lästerer sein wird, und wie wenige es sein werden, die über die Ziele des Wanderers nachdenken. Kann es nicht sein, dass er geht, um einen Nächsten zu retten? Könnte es nicht ein Arzt sein, der jemandem zu Hilfe eilt? Könnte es vielleicht ein Bote sein, der einem ganzen Volke Rettung bringt? Viele gute Ziele werden dem Menschen vorstellbar, der dem Guten dient. Doch wie selten kommt das im Leben vor! Die Menschen urteilen nach sich selbst und nehmen nur das Schlechte an. Für sie ist jeder Wanderer nur ein Vagabund und Dieb. Sie denken jedoch nicht daran, dass die Verleumdung eines Unschuldigen eines der Verbrechen ist, von denen man sich am wenigsten reinwaschen kann. Seit alters her spricht man von Verfluchung, doch der Mensch verdammt sich durch die von ihm begangene Ungerechtigkeit selbst. Macht einen Versuch, sendet den besten Menschen zu einer Heldentat, zu einer überaus schwierigen Tat aus und seht, wie man ihn beschimpfen wird, ohne über seine Aufgabe nachzudenken. Es erweist sich, dass die Mehrheit nur zu tadeln und zu verurteilen vermag, und nur einige, selbst Verfolgte, werden über die Ziele der Heldentat nachdenken. Das Ausstoßen von Lästerungen ist das Haupthindernis für ein erfolgreiches Voranschreiten der Evolution. Zudem denken die Menschen nicht darüber nach, wer den Boten schickte. Und sie überlegen nicht, wem sie mit ihrer Verleumdungssucht schaden. Es werden sich sogar solche finden, die versichern, dass ihre Lästerung unschädlich sei. Sie sollten jedoch wissen, dass jeder Unrat die Reinheit verletzt. Nicht nur einmal sind Wir gezwungen gewesen, besondere Maßnahmen zur Reinigung des Raumes zu ergreifen. Solche Entladungen können jedoch Erschütterungen hervorrufen, mit Folgen auch in der Feinstofflichen Welt. Solche Pfeile können nicht oft ausgesandt werden. Für Uns bedeutet es große Sorge, wenn Wir sehen müssen, wie unvernünftig die Menschen handeln und sich dabei einen Bumerang nach dem anderen schaffen. Der Denker betrachtete Wanderer sehr aufmerksam und fragte, ob man ihnen nicht mit irgendetwas helfen könne. Wenn sie an Vagabunden erinnerten, sprach Er leise: ‘Wer weiß, woher sie vielleicht kommen?’ Wenn man Ihn auf die Lumpen hinwies, lächelte Er: ‘Wanderer kommen nicht in Prunk daher.’ Wenn man Ihm sagte, dass ein Held nicht aus niederen Volksschichten kommen könne, entrüstete Er sich und sprach: ‘Es wird eine Zeit kommen, da das Volk die beste Ernte einbringen wird.’ Zum Volk strebte der Denker.