Bruderschaft II, § 285

Urusvati weiß, dass die Gefahr psychischer Epidemien wächst. Diese Erscheinung kommt nicht eigentlich unerwartet, da bereits in allen Puranas gesagt wurde, dass die Menschen am Ende des finsteren Zeitalters im Wahnsinn toben würden. Es ist jedoch sehr gefährlich, dass die Menschen diesen Zustand nicht als solchen erkennen. Ein Kranker kann nur geheilt werden, wenn er keinen Widerstand leistet. Und selbst die stärkste Medizin wird in verzerrter Weise wirken, wenn der Kranke ihre naturgegebene Wirkungsweise nicht zulässt. Wie aber soll man einem Volk auseinandersetzen, dass sein Oberhaupt wahnsinnig ist? Wie soll man ihm verständlich machen, dass seine Lehrer wahnsinnig sind? Wie soll man das Volk davon überzeugen, dass unverzüglich Maßnahmen zur Gesundung einzuleiten sind? Angesichts dessen erweisen sich die Maßnahmen der medizinischen Behörden einer allgemeinen Gesundung als geradezu entgegengesetzt. Und das gilt besonders für den psychischen Bereich. Bis heute erkennen die Menschen die Tatsache der Besessenheit nicht an. Man kann Haufen von Büchern über dieses Thema drucken, doch ein feiges Bewusstsein wird dessen Realität dennoch leugnen. Es lassen sich viele Materialisierungen zeigen, doch wer sie leugnen will, findet auch eine Rechtfertigung für sich. Natürlich entspricht eine solche Verwirrung der Geister dem Ende des finsteren Zeitalters, es wurde aber auch gesagt, dass eine feurige Reinigung der einzige Ausweg sein werde, wenn der Wahnsinn eine bestimmte Grenze überschreitet. Die Beispiele der Vergangenheit sprechen für sich. Die Menschen haben zwar inzwischen vom Harmagedon gesprochen. Noch vor einigen Jahren wollten sie an die Nähe entscheidender Ereignisse nicht einmal denken, doch Bücher haben ihren Beitrag geleistet. Sogar einige ursprüngliche Leugner sprechen nun mit Nachdruck von den Schrecken des Harmagedon. So möge die Aufklärung ihren Weg gehen. Wir bestehen nicht darauf, als eigentliche Quelle anerkannt zu werden, möge es jeder in seinem Herzen verstehen, woher die Aufklärung kam. Die Mehrheit der Menschen hasst jene, die ihr das Wissen übermitteln. Mögen sie ruhig vergessen, dass Wir es waren, die warnten, mögen sie aber dennoch begreifen, dass die Menschheit im Wahnsinn tobt. Der Denker warnte davor, dem Wahnsinn zu verfallen.

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