Urusvati weiß, wie irrig das Phänomen der seelischen Ruhe ausgelegt wird, jene innere Welt, die auch die Welt alles Existierenden hervorbringt. Die Suche nach der Innenwelt sollte freudig begrüßt werden, da solch ein Zustand auch die höheren Verbindungen erleichtert. Die Menschen erlangen seelische Ruhe und eröffnen sich damit den Zugang zu den besten Entschlüssen. All dies sollte hinreichend bekannt sein, doch gibt es zwingende Veranlassung, sich einem so bekannten Gegenstand zuzuwenden. Die Ursache liegt darin, dass unter jenen, welche die seelische Ruhe suchen, es auch solche gibt, die voll von eigentümlicher Selbstsucht sind. Sie sind ganz von verlogener Bescheidenheit erfüllt und nehmen an, dass sie im Nichtstun die erwünschte Ruhe finden. Sie sind keine direkt schlechten Menschen und tun nichts Böses, doch ihr Gutsein ist ebenfalls überaus dürftig. Welche Art von Ruhe erwächst aus der Untätigkeit! Die wahre innere Welt ist dem Nirwana ähnlich, wo sämtliche Energien dermaßen angespannt sind, dass sie sich in ihrem Aufstieg vereinigen. Die Menschen sollen der Innenwelt zustreben und gleichzeitig am Leben teilnehmen. In den besten Vermächtnissen ist zu finden, dass man auch in der Schlacht die Ruhe zu wahren vermag. In herrlichen Bildern wurde gelehrt, wie man inmitten des Gefechtslärmes durch den Geist lernen und aufsteigen kann. Man muss jene, die in Untätigkeit versunken sind, daran erinnern, dass sie mit ihrem Weg eine verlogene Illusion von Ruhe schaffen, wobei ihr Geist nicht gestählt und keine erfolgreiche Entwicklung vollziehen wird. Der Denker sprach: ‘Das Meer rauscht und wogt, da die Elemente die höheren Gesetze noch nicht kennen, doch der menschliche Geist ist bereits ruhig und vermag sogar im Kampf ruhig zu sein. Die Innenwelt ist ein Abbild der Gottheit.’