Bruderschaft II, § 228

Urusvati weiß, dass viel Bemerkenswertes deshalb nicht offen verläuft, weil es nicht in das Bewusstsein eingeht. So verhält es sich auch bei wissenschaftlichen Experimenten. Erinnern wir uns der Gedankenübertragung auf Entfernung. Erfolgreiche Beobachtungen können allein deshalb schon auf oberflächliche Wirkungen beschränkt bleiben, weil der nervliche Zustand der Anwesenden nicht genügend berücksichtigt wird. Neben der Notwendigkeit, sich zu bestimmter Zeit an bestimmtem Ort zu versammeln, müssen die Teilnehmer sich auch in einem harmonischen Zustand, frei von Gereiztheit, befinden. Es reicht nicht, sich gegenseitig glauben zu machen, man sei vollkommen ruhig. Wenn im Inneren die äußerst schädliche Gereiztheit kocht, kann man unmöglich eine Entwicklung der Experimente erwarten. Wenn eine Verzehnfachung der Energie erforderlich ist, muss man daran erinnern, dass Gereiztheit und Aufregung einem Hindernis in einem Bach gleichen. Der Gereiztheit wird keine Bedeutung beigemessen, und man glaubt nicht, dass solch ein Zustand sich beiderseitig auswirken wird. Niemand will verstehen, dass die Veruntreuung einer fremden Energie ein Verbrechen gegen die betreffende Persönlichkeit darstellt. Der Mensch sollte sich Rechenschaft darüber ablegen, wie sehr er sich an fremdem Gut vergehen kann. Bei vielen Erscheinungen versäumen die Menschen, die wichtigen Umstände zu beachten, und beklagen sich anschließend, dass ihnen das Größte gar nicht gezeigt worden sei. Wir haben mitunter sogar eine große Anzahl von Erscheinungen gesandt, doch selbst diese wurden für zufällig gehalten. Der Denker sprach: ‘Solange der Mensch nicht ohne vorgefasste Meinungen urteilen will, kann er weder sehen noch hören.’

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