Urusvati weiß, dass man sich im irdischen Leben vom Begriff der Zeit befreien kann. Sobald der Mensch sich in Gedanken vertieft, hört er auf, die Zeit wahrzunehmen. Immer wieder nennen Wir den Gedanken ‘Verschlinger der Zeit.’ Bei Konzentration des Denkens kann man sich den Zustand in den höheren Sphären der Feinstofflichen Welt leicht vorstellen. Auch Uns widerfährt bei der Anspannung des Denkens eine Befreiung von der Zeit. Auch ist der Gedanke der beste Reiniger des Organismus. Wenn ihr ungesunde Gelehrte seht, könnt ihr zuverlässig davon ausgehen, dass darin die Unausgewogenheit ihres Denkens mit den übrigen Lebensaspekten zum Ausdruck kommt. Wenn sie ein ausgewogenes denkerisches Leben führten, würden sie sich nicht nur einer ausgezeichneten Gesundheit erfreuen, sondern auch die Zeit nicht bemerken. Ich erzähle hiermit nichts Neues. Überhaupt sollte man übereinkommen, dass nichts eigentlich Neues existiert. Es gibt Vergessenes oder früher nicht Erkanntes. Wir schlagen anstelle des Begriffs des ‘Neuen’ den Begriff des ‘Notwendigen’ vor. Lasst uns keinen Eigendünkel hegen und meinen, etwas Neues vollbracht zu haben. Lasst uns besser über das Notwendige nachdenken, über dasjenige, was der Welt größtes Wohl zu bringen imstande ist. Niemand hat das Recht zu behaupten, er habe etwas Neues vollbracht. Es kann nämlich sein, dass erst am Vortage jemand diesen Gedanken in den Raum gesandt hat. Es lohnt sich nicht, um das vermeintlich Neue zu wetteifern. Mögen die Menschen sich daran gewöhnen, an das Notwendige und Schöne zu denken. Das Notwendigste wird auch schön sein. Hässlichkeit ist für die Evolution ungeeignet. Der Denker bekräftigte, dass Schönheit das Allernotwendigste sei. Er hatte Grund, dieses dem Volke nahezubringen.