Urusvati weiß, wie oft Wir die Feinstoffliche Welt aufsuchen. Für ein volles Bewusstsein ist es unerlässlich, verschiedene Sphären zu berühren. Es gibt viele Meinungsverschiedenheiten im Verständnis der Feinstofflichen Welt. Besonders schwer aufgenommen wird die Unwiederholbarkeit, die in der irdischen wie in der Feinstofflichen Welt gleichermaßen herrscht. Es existieren viele Beschreibungen der Feinstofflichen Welt, doch gehen alle immer nur auf jeweils eine bestimmte Schicht ein, mit der der Beobachter in Kontakt gekommen ist. So spricht der eine über die niederen Schichten geradezu wie von gespensterhaften Ungeheuern. Ein anderer erzählt von schlafenden Schatten, ein dritter behauptet die völlige Ähnlichkeit mit der irdischen Welt, ein vierter erzählt von leuchtenden Körpern – so beschreibt jeder, was ihm im Gedächtnis blieb. Der Fehler besteht nur darin, dass gewöhnlich eine einzige Schicht für die gesamte Feinstoffliche Welt angesehen wird. Aus diesem Irrtum ergeben sich dann unvereinbare Ansichten und wechselseitige Anklagen. Verstünden die Menschen jedoch die ganze Mannigfaltigkeit der Feinstofflichen Welt, so begriffen sie auch, wie nützlich es für sie wäre, zu den höheren Sphären zu streben. Es existiert ein bestimmter Typus von Mensch, der behauptet, es gäbe für ihn nichts auf der Erde zu tun und nichts, wofür er leben könnte. Wenn solche Menschen aber mit dieser Überzeugung in der Feinstofflichen Welt angelangen, werden sie sich dort als Müßiggänger befinden. Solange die Menschen die Feinstoffliche Welt gedanklich auf eine äußere Ähnlichkeit mit der grobstofflichen Welt beschränken, werden sie auch in dieser Beschränktheit verbleiben und keine neuen Erfahrungen sammeln können. Einige sinnen ein wenig über die höheren Sphären nach und fürchten gar das Strahlen der Materia Lucida, und selbst eine Schärfung des Denkens erschreckt den beschränkten Geist. Schon auf der Erde müssen die Menschen sich gedanklich darauf vorbereiten, wo sie ihre Entwicklung fortsetzen möchten. Wir müssen selbst unseren freien Willen anspannen, auf dass unser Gedanke wie ein Bote vorauseile, unseren zukünftigen Platz in der Feinstofflichen Welt vorbereitend. Der Denker sprach: ‘Möge euer Denken euch vorausfliegen und euch das künftige herrliche Haus bereiten.