Bruderschaft II, § 217

Urusvati hat erfahren, dass die Vergiftung der Atmosphäre zunimmt. Man muss besondere Aufmerksamkeit auf solche Perioden richten, deren Folgen sich auf die verschiedensten Aspekte des Lebens auswirken können. Nicht nur Epidemien können auftreten, jeder kann Erschwernisse in Bezug auf seine schwachen Seiten wahrnehmen. Eine solche Anspannung äußert sich nicht allein in körperlichen Erkrankungen, sondern mehr noch in Form gesellschaftlicher Erschütterungen. Oft schon haben Wir warnend auf die Wahrung der Einheit hingewiesen, denn solche Übereinstimmung wird die beste Prophylaxe sein. Es muss großes Gleichgewicht bewiesen werden. Würde es auf der ganzen Welt hergestellt, so könnten auch die gefährlichsten Stunden ohne Schaden vorübergehen. Die Menschen wollen sich keine Rechenschaft darüber ablegen, welch verantwortungsvolle Stellung sie innehaben. Es hängt vom freien Willen ab, ob man sich im Gleichgewicht hält. Eine bestimmte Krankheit ereilt den Menschen nicht allein, weil er Veranlagung dazu besitzt, sondern auch durch den Verlust des Gleichgewichts. Ein unausgeglichener Wanderer wird einen gefährlichen Pfad nicht erfolgreich bewältigen können. Er wird angstanfällig werden und seinen Weg nur in großer Unbesonnenheit fortsetzen. Der Mensch selbst infiziert alles ihn Umgebende und zieht es in Mitleidenschaft. Wahrlich, Ich sage: Die Vergiftung der Atmosphäre nimmt zu. Seid auf der Hut. Wir kennen solche Perioden und haben sie nicht nur einmal während irdischer Leben durchschritten. Doch es ist besser, sie zu kennen und alle Kraft für die Erhaltung des Gleichgewichts zu sammeln. So durchleben und überwinden Wir jede Erschütterung. Auch der Denker durchlebte solche Anspannungen. Er sprach: ‘Erschreckende dunkle Wolken überziehen den Horizont. Lasst uns im Hause bleiben und Ruhe bewahren. Auch der schrecklichste Sturm vermag nicht unendlich anzudauern.’

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