Urusvati weiß, dass der Große Wanderer Umgang nicht nur mit Armen, sondern ebenso mit Reichen pflegte. Man kann sehen, dass Er nicht alle Reichen anwies, ihr Vermögen zu verteilen. Lag darin nicht ein Widerspruch? Keineswegs. Der Lehrer wies dort zum Verzicht auf Reichtum an, wo Er ein falsches Verhältnis zu irdischen Schätzen bemerkte. Er sprach zu einem Menschen von der Notwendigkeit, sich vom Reichtum zu lösen dann, wenn Er sah, dass die Schätze sich als Mühlstein am Halse eines im Geiste Schwachen erwiesen. Auf diese Weise sollte man die Einstellung des Lehrers zu irdischen Schätzen richtig verstehen. Er lehnte sie nicht ab, da man die Existenz dessen, was es auf der Erde gibt, nicht leugnen darf. Doch ist es notwendig, eine besonnene Einstellung zu allem Existierenden zu finden. Der Lehrer wünschte keineswegs, alle in ein und derselben Armut zu sehen. Der Lehrer gab im Gegenteil Ratschläge, wie man auch bei geringem Einkommen in ungetrübter Freude ohne Neid gegen den Nachbarn leben könne. Der Lehrer konnte mit Armen und Reichen Umgang pflegen, und überall war Er gleichermaßen gut und von dem Wunsch zu helfen erfüllt. Oft bedurften nämlich Reiche noch mehr der Hilfe. Ebenso strebte der Lehrer danach zu helfen, wo er Ungerechtigkeit sah. Der Lehrer verstand es, Unterdrückte in Helden zu verwandeln. Der Lehrer verstand auch, dass jede Seiner Wohltaten verurteilt werden würde. Er sorgte sich selbst nicht um Anerkennung, vergaß in Seinen Ratschlägen jedoch nicht, auf die große Kraft der Dankbarkeit hinzuweisen. So wollen wir uns des großartigen Lebens erinnern, das eine Vielzahl von Herzen nährte.