Bruderschaft II, § 156

Urusvati weiß, dass der Große Wanderer Menschen in Seiner Umgebung nur durch Seinen Blick zum Höchsten lenkte. Der Lehrer sagte: ‘Brüder, ihr findet entschieden für alles bemerkenswert viel Zeit, doch für das Höchste erübrigt ihr nur kurze Augenblicke. Wenn ihr dem Höchsten nur so viel Zeit widmen würdet, wie ihr sie für die Mahlzeiten aufbringt, so wäret ihr bereits Lehrer.’ So lehrte Er in lebendiger Weise den Nutzen der Hinwendung zum Höchsten. Ebenso sagte Er: ‘Wenn ihr euch von ganzem Herzen Ihm zuwendet, so werdet ihr ein starkes Band fühlen, das euch mit dem Großen Herzen verbindet. Ebenso sagte Er: ‘Stört den anderen nicht, wenn ihr seht, dass er im Gebet versunken ist. Man kann einen solchen Menschen derart verletzen, dass sein Herz durch die unvernünftige Störung zerreißt.’ Ebenso sagte Er: ‘Bemüht euch um Sauberkeit und spült euren Mund nach jeder Mahlzeit. Berauscht euch nicht, denn ein törichter Mensch ist schlimmer als das einfachste Tier.’ Ebenso sagte Er: ‘Esst kein Fleisch, wenn die Möglichkeit besteht, es zu vermeiden.’ So kann man in den Apokryphen viele Andeutungen über sämtliche Lebensaspekte finden. Außer den bereits gefundenen Apokryphen lassen sich auch noch weitere entdecken. Man möge über die Zeiten, in denen die Aufzeichnungen niedergelegt wurden, nicht urteilen, denn sie sind nicht nur einmal umgeschrieben und übersetzt worden. Man soll außerdem nicht vergessen, dass die Zusammenstellung der Schriften in zufälliger Auswahl aus einer Vielzahl erfolgte. So ist es notwendig, aufmerksam an alles heranzugehen, was uns aus den vergangenen Jahrhunderten überliefert wurde. Man darf auch nicht vergessen, dass die Apokryphen nicht erst in den letzten, sondern in jenen Jahrhunderten verfasst wurden, die den Ereignissen sehr nahe waren. So wollen wir uns nicht ablehnend verhalten, wenn wir gerade jetzt Auszüge alter Schriften finden.

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