Bruderschaft II, § 140

Urusvati weiß, dass viele meinen, Unsere Aufträge gingen über ihre Kräfte. Natürlich legen diese Menschen den Maßstab durchschnittlicher Lebensweise an. Sie zögern, ein unbeugsames Streben in sich zu entfalten. Zudem begrenzen sie sich durch ein Trugbild dessen, was ‘Gegenwart’ genannt wird. Indessen ist die Gegenwart nur wie die Zeitspanne zwischen dem gesehenen Blitz und dem gehörten Donner. Der Blitz ist schon vorbei und der Donner kommt unvermeidlich, was also könnte der relative Zeitraum zwischen den verbundenen Erscheinungen bedeuten? So verwirrt die Gegenwart die Menschen nur, da sie ein Trugbild ihrer selbst darstellt. Wenn die Menschen die Bedeutung dessen verstehen, was sich bereits vollzogen hat, dann werden sie auch die Bedeutung der unabänderlichen Folgen einschätzen; eine solche Zukunft ist Realität. Wir geben keine unausführbaren Aufträge. Wir wissen, wie sehr die Kräfte des Menschen einer realen Zukunft dienen. Wir warten nur darauf, bis der Bote ganz vom höchsten Grad der Bestrebung erfüllt ist. Bei solcher Anspannung wird unser Magnet tätig und bildet einen sicheren Panzer. Für einen weiten Weg jedoch taugt furchtsame Unschlüssigkeit nicht. Jeder kann in seinem Herzen selbst erkennen, ob in ihm höchste Bestrebung handelt oder ob er sich in quälender Angst nur dahinschleppt. Möge der Mensch sich daran erinnern, wievielen Gefahren er entging, als er mit ganzem Herzen vorwärtsstrebte. Wieviele verschlossene Tore erwiesen sich nur als ein leichter Vorhang; so kann man die Realität der Zukunft bezeichnen, wenn Unbeugsamkeit zu ihr führt. Mögen die Menschen sich erinnern, wieviel ihnen unter Unserer Hilfe gelang und wie sie die Hilfe als Berührung der führenden Hand wahrnahmen. Manche schüttelten sie von sich wie eine lästige Fliege, es gab aber auch solche, die sie in Dankbarkeit annahmen. Stark ist der Mensch, wenn er von Dankbarkeit erfüllt ist! Vieles kann man solchen Flügeln hinzugeben. Solche Menschen fürchten Unsere Aufträge nicht. Sie wissen, wie sehr belastet Wir selbst sind und Uns dennoch freuen, in den herrlichen Garten zu gehen.

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