Bruderschaft II, § 133

Urusvati weiß, wie schwer es manchmal ist, Versammlungen verkörperter Menschen aufzusuchen. Sogar ein Besuch in der Feinstofflichen Welt ist leichter. Doch auch Wir erkennen es völlig an, dass eine Einflussnahme auf dem irdischen Plan mehr Energie erfordert als der Verkehr mit der Feinstofflichen Welt. Dort, wo die Gedankenenergie die ihr gemäßen Bedingungen vorfindet, ist es auch leicht, mit ihr umzugehen. Doch unter irdischen Bedingungen ist das Denken derart verworren, dass eine Sendung eine verstärkte Anspannung erfordert. Urusvati weiß auch, dass die Anwesenheit auf irdischen Versammlungen für den unsichtbaren Teilnehmer sehr ermüdend ist. Solche Anwesenheit kommt oft und auch die Menschen können den unsichtbaren Gesprächspartner spüren. Nicht selten fühlen sie, dass jemand sie etwas fragt oder ihnen antwortet. Die Erscheinung ist in der Regel derart klar, dass sie meinen, etwas physisch Hörbares vernommen zu haben und ihren Nebenmann zurückfragen. Es lassen sich historische Episoden anführen, in denen Staatsmänner klare Stimmen und Warnungen gehört haben. Leider haben die meisten von ihnen dieser Hilfe keine Beachtung geschenkt. Nicht nur einmal haben Wir Napoleon gewarnt, der auch solche Stimmen bestätigte, trotzdem jedoch den Weg der Verirrung fortsetzte. Seit alters her halten Wir es für Unsere Pflicht, solche Tätigen zu warnen, welche die Evolution in eine ungünstige Verwicklung führen könnten. Urusvati hat vor kurzem einigen Kriegsversammlungen beigewohnt. Die Teilnehmer spürten, dass sie ihre Befürchtungen äußern mussten, doch niemand ahnte, wem gegenüber sie sich bekennen mussten. Auf diesem Wege reift nicht selten eine Entscheidung heran, welche anderenfalls unausgesprochen geblieben wäre. Eine solche Einflussnahme nennen Wir ‘unhörbare Überzeugung.’

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