Bruderschaft II, § 120

Urusvati kennt die Bedeutung des Momentes zwischen Schlafen und Wachen. Dieser Augenblick wird als Diamant des Bewusstseins bezeichnet. Im Verlauf dieses Übergangszustandes des Bewusstseins gehört der Mensch gleichermaßen der grobstofflichen als auch der Feinstofflichen Welt an. Wenn die Menschen in bewusster Weise an solche lichten Momente herangingen, so würde bei der Erforschung der psychischen Energie vieles vereinfacht werden. Für ein klares Erkennen dieses heiligen Momentes ist keine geheime Einweihung erforderlich. Jedem ist die Möglichkeit gegeben, zweier Welten teilhaftig zu sein, wenn nur ein unglückseliger freier Wille den Menschen nicht zu einer abtötenden Verneinung aufstachelte. Wir lieben das Wort ‘Tod’ und all seine Ableitungen nicht. Doch alle unwissenden Verneiner können als tot bezeichnet werden. Es ist richtig, dass zur klaren Erkenntnis des diamantenen Augenblicks eine besondere Schwingung notwendig ist. Doch auch eine solche Schwingung wird durch reines Streben erzeugt. Für eine derartige Bestrebung bedarf es wiederum eines bewussten Erkenntnisvermögens. Weder durch Magie noch Zauberei kann man den herrlichen Augenblick wahrnehmen. Wenn der Mensch Eindrücke aus der feinstofflichen in die grobstoffliche Welt hinüberträgt, so ist er auch fähig das Feurige Tor zu erahnen. Wir verstärken und vertiefen diese diamantenen Augenblicke durch ein klares Erfassen ihrer Bedeutung. Denn sie sind so kurz, dass keine Kräfteanspannung erforderlich ist. Es kann langandauernde Verbindungen mit der Feinstofflichen Welt geben, doch die gleichzeitige Wahrnehmung beider Welten ist kurz. Wir sprechen hier weder von Unserem Gesprächskanal noch von weltweiten Mitteilungen. Meine Worte kommen nicht aus der Feinstofflichen Welt, sondern mittels Übertragung auf Entfernung, Wir sprechen hier von jener Verbindung mit der Feinstofflichen Welt, welche während der Rückkehr des feinstofflichen Körpers in den grobstofflichen auftritt. Unsere Gespräche gehören dem Bereich der Gedankenübertragung auf Entfernung an, doch jener zwischenweltliche Augenblick tritt bei jedem Menschen ein, man muss ihn nur klar erkennen. Wenn Urusvati Geschehnisse in Unserem Turm sieht, so handelt es sich dabei um eine besondere Art der sogenannten Television, die Gespräche hingegen entsprechen einer telegraphischen Direktübertragung. Es ist nicht möglich, jedem den direkten Verkehr mit Uns zu eröffnen. Jetzt aber sprechen Wir von etwas anderem, nämlich vom diamantenen Augenblick, der zwischen Schlaf- und Wachzustand während der Rückkehr des feinstofflichen Körpers in den grobstofflichen bemerkt werden kann. Jede Erinnerung an die Feinstoffliche Welt wird für die Evolution der Menschheit sehr nützlich sein. Sogar der mahnende Hinweis auf die niederen Schichten wird eine angebrachte Warnung sein. Das Denken der Menschheit bewegt sich in Richtung Erkenntnis der Welten. Selbst Harmagedon in seinem wütendsten Stadium kann diese vorherbestimmte Erkenntnis nicht aufhalten. Einige Menschen versuchen alle Welten als materiell darzustellen, und letztendlich ist die Geistmaterie ja auch überall dieselbe. Auch der Turm Tschung besteht aus Materie. Man möge sich jedoch nicht mit Terminologien belasten; die Zeichen der drei Welten werden offenbar, und der Erdenmensch vermag sogar die Funken der Feurigen Welt zu sehen.

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