Bruderschaft II, § 119

Urusvati spürt die Verwirrung der Ströme richtig. Wir sind angespannt um das Gleichgewicht bemüht. Während solcher Verwirrungen muss man den Apparat der psychischen Energie besonders schonen. Es kann sich sowohl ein gewisses Abziehen von Energie aus dem Organismus wie auch ein quälender Stau durch innere Überspannung bemerkbar machen. Ich rate dazu, in solchen Stunden weniger zu essen, was jedoch nur eine relative Erleichterung bringt. Die psychische Energie kann in ihren Bewegungen einem stürmischen Meer gleichen. Bei einer Störung des Gleichgewichts erfährt die Energie übermäßige Wallungen, wie Ebbe und Flut. Sie kann zur Hilfe eines anderen abfließen, doch eine große Frage ist es dabei, wie sie aufgenommen wird, denn es können überaus schädliche Rückschläge erfolgen. Bei den Flutwellen der Energie ist es von Bedeutung zu erkennen, woher diese Wellen anrollen. Mitunter können sie von solch schwerwiegender Beschaffenheit sein, dass sie eine gefährliche Bedrückung im Bereich des KELCHES hervorrufen. Eine besondere Aufladung ergibt sich, wenn belastende räumliche Ströme durch den freien Willen noch verstärkt werden. Solche Anstürme können eine Art Knäuel verdichteter Energie bilden. Ein fremder Impuls kann eine zweischneidige Wirkung haben. Es ist Uns unmöglich, solche Stürme, die schwerwiegende Risse in das über Jahrhunderte geflochtene Gewebe schlagen, nicht wahrzunehmen. Lasst uns die Gefahr, die durch den freien Willen der Menschheit erhöht wird, nicht unterschätzen. Obwohl höchstes Gut, kann er auch zu großen Katastrophen verleiten. Man kann die Menschen unmöglich dazu bewegen, einander nicht mehr zu schaden, doch man kann fortfahren, für das Gleichgewicht zu kämpfen. Wir befinden Uns nicht nur auf dem Turm, doch Urusvati hat schon manchmal Unsere spannungsgeladenen Ausrufe und eiligen Weisungen gehört. So macht euch ein Bild davon, welche Anspannung sich um Unseren Turm herum aufbaut, wenn die Wogen der Energie im Raume tosen.

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