Bruderschaft I, § 416

Ja, ja, ja, der übliche Fehler ist, dass sich auch Menschen, die die feinstofflichsten Energien zugeben, ihre Wirkung falsch vorstellen. Man stellt sich die Bekundung feinstofflichster Energie als etwas Donnerähnliches vor, das uns physisch erschüttern müsste. Man kann den Menschen nicht klarmachen, dass ihre irdische Natur die feinstofflichsten Energien fast stumm und unwahrnehmbar macht. Es wird bestimmt eine ungeheure innere Einwirkung geben, jedoch es gibt wenige Bewusstseine, die so gut vorbereitet sind, diese höheren Berührungen wahrzunehmen. Man darf nicht denken, dass Sendungen aus fernen Welten unvorbereitet empfangen werden können. Es sollte einen nicht betrüben, wenn sich die zweifache Natur, die irdische und die feinstoffliche, nicht leicht als Einheit offenbaren. Man wird sich wieder auf die irdische Mitarbeit besinnen müssen, ein Gedanke, der nur mit Mühe aufgegriffen wird. Er weckt oft die niedrigsten Leidenschaften anstatt vernünftiger Arbeit. Wenn sich selbst in kleinen Kreisen Mitarbeit selten findet, wie schwierig wird es dann sein, die Synthese der feinstofflichsten Energien aufzunehmen? Wir sagen das nicht, um Kummer zu bereiten, sondern um Geduld und Streben einzuimpfen.

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