Jeder wahre Schaffende erlebt zuweilen, wie sein Schaffen gleichsam in einen unergründlichen Abgrund versinkt. Der Geist des Schaffenden erleidet damit eine sehr gefährliche Vorausbestimmung. Der Schwache spürt den Abgrund und verzagt, der Starke aber erkennt, dass er die Unbegrenztheit berührte. Der Mensch sieht sich vielen Beobachtungen und Experimenten ausgesetzt, bevor er dem Antlitz der Unbegrenztheit freudvoll gegenübersteht. Das Bedauern für die Auflösung menschlicher Schöpfungen wird schwinden. Sie werden in die Unbegrenztheit gestreut – sogar die feinsten. Der irdische Verstand erkennt nicht, wo seine aufgespeicherten Schätze sich kundtun können. Der Mensch möchte der Menschheit Gutes bringen, aber anstatt der Früchte seines Schaffens tut sich vor ihm ein unermesslicher Abgrund auf. Ein furchtbarer Verstand wird schaudern, der gestählte, kundige Kämpfer des Schaffens aber sieht sich keinem Abgrund, sondern dem Leuchten der Unbegrenztheit gegenüber. Bruderschaft ist in ihrer gegenseitigen Hilfe notwendig. Wer sonst als ein Bruder zeigt das Licht unzerstörbaren Schaffens? Jeder Spross der Arbeit wächst im Raum. Geschaffenes zersetzt sich nicht, sondern sät in seiner Umgebung teilbare, unzählige Formen. Die Allgegenwart der Unbegrenztheit birgt wahren Segen. Man kann in ihr schöne Formen ansiedeln.