Bruderschaft I, § 163

Eine krankhafte Wesenseigenheit ist die unerklärliche Anziehung oder Abstoßung, und sie erscheint als ein vertrauenswürdiger Beweis der Reinkarnation. Niemand kann diese unüberwindlichen Gefühle anders erklären. Es ist vergeblich, sie als Wirkungen des Atavismus hinzustellen, denn man kann ihre Unabhängigkeit von erblichen Gewohnheiten verfolgen. Diese besonderen Anziehungskräfte zeigen, dass sie in der betroffenen Person tief verankert sind. Sie sind im Bewusstsein so fest verwurzelt, dass sie sogar durch Hypnose nicht beseitigt werden können. Aber würden in den einzelnen Fällen die Wechsel der Leben untersucht werden, würde sich herausstellen, dass diese Anziehung oder Abstoßung eine natürliche Auswirkung der Vergangenheit ist. Daher ist es besonders aufschlussreich, diese angeborenen Symptome zu beachten. Sie enthüllen sowohl die Fähigkeiten eines Menschen als auch die für ihn günstigste Umgebung. Vergessen wir nicht, dass jede Pflanze ihren Boden benötigt; im Leben des Menschen ist es ebenso, für ihn sind die natürlichen und besonderen Verhältnisse ebenso unerlässlich. Mögen die Regierenden lernen, den menschlichen Garten anzulegen.

‹ § 162 · Inhaltsverzeichnis · § 164 ›