Agni Yoga, § 53

Wieder muss man sich dem schlangenartigen Gift des Zweifels zuwenden. Der Zweifel ist von zweierlei Art. Der eine rollt sich unbeweglich und stachelig im Finstern seines Lagers. Der andere ist stetig dahinkriechend, gleitend und sich windend. Gewöhnlich ist jene die Eigenheit der Jugend, diese die des Alters. Der Grund ist nicht so sehr Angst als vielmehr die Falschheit in der menschlichen Natur. Sich ihrer eigenen vergangenen Täuschungen erinnernd, hängen die Menschen diese Eigenschaften ihren laufenden Urteilen an. Nicht gewillt, sich selbst zu prüfen, urteilt der Mensch doch nach sich selbst. Versucht, den äußersten Zipfel des Zweifels zu fassen! Fesselt eure Füße nicht mit solch besudelten Riemen! Wahrlich, es ist leichter, eine Schlange im Busen zu hegen, als von der Riesenschlange des Zweifels erstickt zu werden.

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