Agni Yoga, § 347

Die Menschen sprechen so leicht die Worte ‘unermüdliche Arbeit’ aus, doch im Geist fürchten sie diese. Man kann niemanden nennen, der sich ohne Bewusstseinserweiterung über endlose Arbeit freuen kann. Nur Unsere Leute werden verstehen, dass das Leben mit Arbeit verschmolzen ist, durch die man Kräfte des Wachstums erlangen kann. Man möge verstehen, wie unerschöpflich Feuer und auch die durch Arbeit erlangte Energie sind. Mit der Stunde des Bewusstwerdens der Arbeit beginnt die Erfüllung von Agni Yoga. Wolken beginnen, das Feuer auszulöschen, wenn die Macht der Energie unzulänglich ist. Die Anspannung der Energie kommt nicht vom Verstand, noch nimmt sie durch äußeren Befehl zu. Sie wächst nur von innen. Doch nur ein freies Bewusstsein kann Arbeit zu einem Fest des Geistes gestalten. Vermeidet es auch, Zwang auf den Willen eines anderen auszuüben. Mögen eure Rufe wie Feuer aufleuchten, den Raum erfüllend. Doch das sich aus diesen Feuern des Geistes ergebende Muster muss jeder für sich selbst gestalten. Gleicherweise wird die Arbeit der Durchdringung des Raumes erkannt. Ein Unwissender betrachtet die Kräfte des Raumes jenseits seiner königlichen Persönlichkeit. Er hofft, dass mit seinem Körper sein ganzes Wesen vernichtet wird. Doch der Kristall der Unwissenheit ist so lange unzerstörbar, solange das Wissen des Geistes sein tödliches Gewebe nicht auflöst. Den Yoga des Feuers suchend, müssen die Leute die Arbeit als Entflammer des Feuers verstehen. Die Wechselwirkung der Energie nährt das Feuer, und längs den feurigen Kanälen gelangt es in die Sphären der höchsten Welten. Wir bezeichnen Agni Yoga als den für das Leben geeignetsten Yoga, weil das Leben auf der Wechselwirkung von Energien beruht.

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