Es ist gar nicht so leicht, denken zu lernen. Es ist schon schwierig, Anspannung im Denken zu entwickeln, doch noch schwieriger ist es, eine hohe Qualität im Denken zu erreichen. Oft nimmt sich Jemand vor, rein zu denken, doch sein Wesen ist an egoistisches Denken gewöhnt. Dann ergibt sich die am wenigsten erwünschte Gedankenform. Zwei Vögel aus verschiedenen Nestern kann man nicht in einem vereinen. Es ist notwendig, das Denken zu üben, nicht nur verstandesmäßig, sondern mit dem Feuer des Geistes, bis jede Zweideutigkeit schwindet. Ein Gedanke ist so lange mächtig, so lange er homogen ist. Jede Spaltung verringert nicht nur seine Kraft, sondern schadet auch dem Kosmos, weil sie eine Dissonanz in den Raum hineinträgt. Es ist notwendig, eine gewisse Zeit für die Beherrschung der Gedanken aufzuwenden. Es ist besonders nützlich, sich das einheitliche Wesen der Gedanken wiederholt vor Augen zu führen. Wir freuen uns über die Mannigfaltigkeit des Denkens, alle Gedanken sollten aber rein wie Diamanten sein.