Agni Yoga, § 332

Worin besteht das Mitgefühl der Bodhisattwas? Ohne Willenszwang lenken Sie unsichtbar und geduldig jede geeignete Kraft zum Guten hin. Es ist nicht schwer, sich entsprechend dem Befehl der Bodhisattwas zu verhalten. Denn jede Eigenart des Geistes ist von Ihnen vorgesehen. Arbeit kann nur dann als Bürde empfunden werden, wenn die Kräfte unrichtig verteilt sind; doch werden Entsprechung des Befehls und seine Ausführung gewahrt, kann selbst eine schwierige Arbeit nicht beschwerlich sein. Am schädlichsten ist die Meinung, dass man alles gibt, ohne belohnt zu werden. Durch solches Verhalten kann man die herrlichsten Ergebnisse zunichtemachen. Vergessen wir nicht, dass man vorwärtskommen kann, wenn man das Ziel kennt. Doch die Steine zu zählen, auf die der kostbare Fuß tritt, gleicht einem Gänseschritt. Lasst uns daran denken, dass die Vögel ziellos fliegen, aber andererseits nicht jedes Flattern ihrer Flügel zählen. Kein einziger Lehrer glaubte, dass Seine Arbeit beendet sei und Lohn verdiente. Dies ist die Eigenschaft der Selbstaufopferung der Bodhisattwas: schöpferische Arbeit jeder Bewegung der unermüdlichen Hand, denn das Auge erkennt die Entfernung zum Ziel. So wird die Arbeit der Bodhisattwas sein. Wie Feuer – allgegenwärtig, selbstaufopfernd und unerschöpflich im Wesen.

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