Die Hände des Feindes sind immer bereit, die von Uns bestimmten Werke zu zerstören. Die Ohren des Feindes sind gespitzt, um für seine Verleumdung Nützliches zu erhaschen. Es genügt nicht zu sagen: ‘Freue dich über den Feind.’ Man muss auch seine Wege verstehen lernen. Der Feind nimmt die Stelle der unbekannten Größe in einer Aufgabe ein. Doch diese Unbekannte steht in direktem Verhältnis zur bekannten Größe. Daher kann man für jeden aufgedeckten Feind eine Lösung finden. Erwägt genau die Umstände eurer Taten. Lernet es, euch der Umstände eures Gefühlswissens zu erinnern. Wir werden darauf zurückkommen. Alles Unbekannte nennen wir feindlich. Es muss gelöst, überwunden und in Bekanntes umgewandelt werden – genau gesagt, in das Erkannte. Beim Vorgang solcher Enthüllung sollte man sich vor allem selbst beobachten. Sich dem Wild nähernd, berechnet der Jäger jede seiner Bewegungen. Man wird euch wiederholt von schrecklichen okkulten Mysterien erzählen, doch ihr werdet einfach mit Selbstvertrauen herangehen. Als erste Unserer Bedingungen für den Kampf erachten Wir die Kenntnis über den eigenen Zustand. Durch Herantreten an das Unbekannte werden wir mit ihm vertraut. Es bringt keinen Nutzen, im voraus darüber zu sprechen – selbst seine Grenzen sind unbestimmt. Indem wir versuchen, alles zu erforschen, müssen wir den Methoden der Untersuchung zustimmen. Wir werden die Richtung der Tat kennen, doch die Entscheidung des Feindes wird uns nicht stören. Lasst uns Voraussicht mit wirklicher Tat vereinen. Jeder aufgedeckte Teil des Unbekannten wird eine Eroberung – ohne Staunen, ohne Schaudern und selbst ohne übermäßige Begeisterung; weil jede Stunde, selbst die untätige, uns dem Unbekannten näherbringen kann. Das große Unbekannte möge als ein Freund betrachtet werden, doch für den Forscher ist es nützlicher, es als Feind anzusehen. Alle Zeichen des Unbekannten entsprechen mehr den Zeichen des Feindes. Wir sprechen vor allem von Furchtlosigkeit, doch dieser bedarf es einem Freund gegenüber nicht. Die Heldentat eines Sieges setzt auch einen Feind voraus. Wenn Ich euch bitte, Sieger zu sein, dann sehe Ich einen Kampf voraus. Das große Unbekannte lockt einen zum Sieg, wie der Feind.