Agni Yoga, § 262

Viel wird über Hindernisse gesprochen, doch man nutzt sie sehr wenig. Das Verstehen der Bedeutung von Hindernissen wird der Arbeit Freude verleihen. Doch sobald ein Hindernis auftritt, beginnen die Menschen, an ihre Gefühle zu denken, den für sie geschaffenen Nutzen vergessend. Die Menschen ziehen es vor, alles in gewohnter Weise mit herkömmlichen Mitteln zu tun. Doch Wir bevorzugen unverhoffte Taten und ungewöhnliche Ergebnisse. Die Menschen sind glücklich, wenn ihnen das gleiche widerfährt wie den gewöhnlichen Menschen, doch Wir wünschen ihnen den größeren Erfolg. Lehret, den wirklichen Schaden mit der Nützlichkeit des Geschehens abzuwägen. Es ist schwierig, den Menschen Ströme ungewöhnlichen Erfolgs zu vermitteln, wenn sie die ungewöhnlichen Wege meiden. Wir alle kennen mit Luxus umgebene Menschen. Wenn sie nur wüssten, wessen dieser Luxus sie beraubte! Die Menschen wollen alle herkömmlichen Gewohnheiten weiterpflegen und vergessen, dass die Gewohnheiten des Körpers auch in Gewohnheiten des Geistes verankert werden. Der Geist wird schwach und beginnt, kühne Taten zu fürchten. So werden die Menschen gewöhnlich, mit den gleichen stereotypen Freuden und Sorgen. Lernen wir es, uns über Hindernisse zu freuen, wissend, dass das willkommene Hindernis sich in einen raschen Erfolg verwandelt. Und dieser Erfolg wird einem Netz mit reichem Fang gleichen. Lasst uns daher unser Auge auf die Umgebung richten und verstehen, vor welchen Gefahren wir bewahrt bleiben, nur durch Hingabe an den Lehrer. Doch oft vertrauen wir dem Lehrer in großen Dingen und sind unsicher in kleinen. Oftmals bemerken wir die großen Hindernisse und übersehen im Gesichtskreis die Mengen von kleinen. Doch ein kleiner Skorpion sticht unbeachtet genauso wie ein großer. Nicht um den Berg zu erkennen, bedarf es eines Adlerauges, wohl aber für die kleinen Sandkörner.

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