Agni Yoga, § 233

Schweifet nicht in die Ferne, um Naheliegendes zu suchen. Welch nie wiedergutzumachender Schaden entstand der Menschheit durch das tiefe Eindringen in Magie! Anstatt das Bewusstsein zu verfeinern, begnügten sich die Sucher mit den Worten anderer, ohne deren Bedeutung und Rhythmus zu kennen. Was sonst widerspricht der Evolution so sehr wie die erstarrten magischen Formeln? Durch die Methoden der Magie ist vor allem die astrale Welt von der physischen getrennt worden. Auch Besessenheit ist oft die Folge magischer Beschwörungen. Medialität ist die Genossin der Magie. Die allgemein kundgegebenen magischen Formeln sind die Resultate von Lügen. Sie gerade hinterlassen etwas, was der mündlichen Überlieferung vorbehalten ist. Ein Yogi ist zweifellos das Gegenteil eines Magiers. Ein Magier stützt sich auf erstarrte Worte; ein Yogi atmet stets den frischen Atem des Kosmos. Der eine ist alt seit Geburt, der andere bleibt jung durch stete Wandlung. Der eine versucht mit den Worten eines anderen einen Schlag zu erwirken, der andere trifft mit einem freien Gedanken. Der eine verteidigt sich mit einer kümmerlichen Schneide, der andere ist durch die Waffe seines Blickes geschützt. Yoga hat mit Magie nichts gemeinsam.

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