Agni Yoga, § 20

Verstehet, dass die Erneuerung unaufschiebbar ist und zweckmäßig sein muss. Für Unbrauchbares und Abstraktes ist kein Platz, der Luftschlösser sind wir überdrüssig. Auch die fernen Welten müssen als konkret begriffen werden. Die Beherrschung eines Stückes Eis und des Chemismus der Sonne müssen euch genauso bewusstwerden wie die Bedeutung kleinster materieller Dinge. Die Verzögerung der geistigen Entwicklung ist auf abgestumpfte Aufmerksamkeit den Naturerscheinungen gegenüber zurückzuführen. Wenn der Mensch die Beobachtungsfähigkeit verliert, verliert er auch die Fähigkeit der Synthese. Die Abschaffung des Geldes wird die Menschheit von der Umklammerung befreien, die die Sicht beeinträchtigt. In der Evolution gibt es Zeiten, in denen die errichteten Mauern, die zum Sammeln bestimmter Erkenntnisse notwendig waren, zu Hindernissen werden. Nun ist die Zeit gekommen, in der man begreifen muss, dass die Nutzung von Wissen auf persönliche Verantwortung erfolgt. Der freie Geist hat das Recht, neue Pläne zu schmieden und unentdeckte Verbindungen zu erforschen. Unerforschte Verbindungen werden zu den höchsten Schichten der Materie führen. Wenn man die begrenzten Spielereien betrachtet, so muss man dazu raten, die vorhandenen Erkenntnisse zwecks besserer Verbindungen zusammenzuführen. Erfreut euch am bedeutungsvollen Spiel der MUTTER DER WELT.

‹ § 19 · Inhaltsverzeichnis · § 21 ›