Agni Yoga, § 168

Kann ein Mensch für sich allein aufsteigen oder zurückfallen? Wahrlich, kein Wesen kann ohne Einfluss auf seine Umwelt wirken. Nicht nur die verschiedenen Schichten der Atmosphäre werden mit jeder Tat in Bewegung gesetzt, sondern man schleppt die Nahestehenden buchstäblich mit. Daher muss sich der Mensch seiner Verantwortung dem Universum gegenüber bewusst werden. Ein Mensch, der sich in Gedanken erhebt, erweist damit anderen eine wesentliche Hilfe. Ein Mensch, der in Mutlosigkeit verfällt, kann dadurch andere in den Tod treiben. Neben dem bewussten Denken ist auch immer eine unbewusste Verbindung vorhanden, deren Reichweite von Karma und Aura abhängig ist. So ist es also nicht leicht, zu beurteilen ob jemand ein Mörder oder ein Wohltäter ist. Nur die Feuer des Agni Yoga können unser chaotisches Denken erleuchten und in gerechte Werke wandeln; dazu muss man sich jedoch selbstlos von Agni Yoga erleuchten lassen. Nur wenige nehmen die Strapazen der Selbstlosigkeit auf sich, daher ist das hier Gesagte auch nur wenigen verständlich. Man kann jedoch zahlreiche Beispiele anführen, wobei ein Mensch in Asien dem Wahnsinn verfiel und dadurch die Ursache des Verderbens eines Menschen in Europa war, und auch umgekehrt – wie ein Mensch in Amerika durch seine geistige Erhebung jemanden in Ägypten heilte. Daher ist das Erheben in Gedanken eine feurige Blüte des Geistes.

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