Vogelgezwitscher störte den Augenblick der Rast. Warum verharren die Vögel in so früher Stunde angespannt in ihrem Streben? Sie wagen – dem Lob der Kühnheit lauschend. Doch niemand sagte ihnen, dass ihr gewöhnliches Gezwitscher ihre Kühnheit nicht verherrliche. Die Finsternis kreischt, sich in ihrer Gewöhnlichkeit betäubend. Finsternis kann der Kühnheit des Lichts nicht standhalten. Ist die Waage des Herrschers ausgerichtet, werden wir früh erwachen, um das Gestern zu wiegen. Wir werden das Kühnste wählen, damit diese Samenkörner die Waagschale beschweren. Wir werden den Gram der alten Welt hinzugeben, denn seine Last ist uns von Nutzen. Fügt den Spott der Unwissenheit hinzu – denn beides beschwert die Waagschale der Wahrheit. Sollten wir Drohungen und Angriffe gewahren, vergessen wir nicht, sie der gefüllten Schale beizufügen. Weshalb schlägt die Waage aus? Womit füllte sich die Schale der Anschuldigung? Welch jämmerliche düstere Lumpen füllten die Schale des Strafgerichts? Wie verwelkte Blätter des vergangenen Winters häuften sich die herkömmlichen Flüche – die Schlacke von gestern. Sieg euch, kühnen Taten! Denn das mächtig Beschwingte überwiegt die Anschuldigungen. Herrscher, gewähre mir, die Lumpen der trügerischen Herkömmlichkeiten in die Flammen zu werfen. Ich gehe nicht irr in der Erkenntnis, dass beschwingte Kühnheit mit Deinem Segen bedacht wird. In der heiligen Esse werde ich die Schwingen des Alaya schmieden. Fremd sind mir Klagen, Grausamkeit und alles, was meine neuen Schwingen niederdrücken könnte. Neu wird mein Gesang sein!