AUM, § 320

Wer genaues Wissen schätzt, der muss es empfangen können. Viele sprechen von ihrer Hingabe zum wahren Wissen, aber in der Praxis kleiden sie jede Tatsache in die bunten Lumpen des Vorurteils. Sie empfinden die Unwirklichkeit ihrer Versprechungen nicht. Sie klagen über unzureichendes Beobachtungsmaterial, lassen jedoch gleichzeitig nie dagewesene Ereignisse außeracht. Sie würden das Universum nach dem Verdauungszustand ihres Magens drehen. Sie weisen die offensichtlichste Erscheinung zurück, wenn sie ihrer Stimmung nicht entspricht. Doch kann dies der Pfad wahren Wissens sein? Wo ist die Geduld? Wo der gute Wille? Wo die Unermüdlichkeit? Wo die Beobachtung? Wo die Aufmerksamkeit, welche die Tore erschließt? Werden wir nicht müde zu wiederholen, wie bereitwillig sich alle Tore öffnen, wenn es weder Klage noch Unzufriedenheit, noch Verneinung gibt.

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