AUM, § 309

Nehmt die Entwicklung der Wissenschaft über das letzte halbe Jahrhundert zur Kenntnis; der Wissensfortschritt ist erstaunlich. In den Schulen sollte graphisch veranschaulicht werden, wie es mit der Wissenschaft vor fünfzig Jahren bestellt war und was bis heute erreicht wurde. Dieser verblüffende Vergleich kann dem Menschen die Augen für die Möglichkeiten der Zukunft öffnen. Niemand sollte so umnachtet sein, den Fortschritt des Wissens zu verbieten. Wer die Wissenschaft verfolgt, der verdient nicht, Mensch genannt zu werden! Lasst uns diese Anklage endlos wiederholen, solange das grobe Denken nicht ausgestorben ist. Diese Mahnung ist umso angebrachter, als die Wissenschaft trotz ihres raschen Fortschritts nicht ein Zehntel von dem erreicht hat, was für diesen Zeitablauf vorgesehen war. Vieles davon muss der Trägheit der Menschheit zugeschrieben werden. Aber es ist schmerzlich zu sehen, dass die fortschrittlichsten Wissenschaftler nicht geschätzt werden. Die Menschen wollen den Weltraum erforschen, sie unternehmen bescheidene Exkursionen in die Stratosphäre, stellen teleskopische Beobachtungen an und studieren die Gestirne, aber das alles ist ein Teufelskreis, weil die psychische Energie nicht erkannt wird! Ohne sie bleibt der kühnste Flug ein kindlicher Zeitvertreib! Ohne psychische Energie werden die welträumlichen Wege schwer zu erkennen sein. Das gleiche geschieht auf allen Gebieten der Wissenschaft. Es ist äußerst unvernünftig, die höhere Energie zu missachten. Wie in den Religionskriegen und Verfolgungen müssen sich jene mit kühnen und scharfsinnigen Wahrnehmungen wie die Alchimisten der Vergangenheit vor der Inquisition verstecken. Eine derart schmachvolle Situation ist unzulässig.

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