AUM, § 264

Beim Studium der Glaubensgeschichte kann man beobachten, dass die Menschen wiederholt feinstoffliche Begriffe nur aufgriffen, um sie später zu vergessen und das Erkannte zu verwerfen. Man kann bemerken, dass in alten Zeiten die Menschen das Gesetz der Wiedergeburt nur aufgriffen, um es in einem Zornausbruch wieder abzulehnen. Der Grund für diese kirchliche Ablehnung ist verständlich – eine Kaste verteidigte ihre Vorrechte, denn das Gesetz des Daseins drohte unter den Menschen die gleichen Rechte einzuführen. So geschah es in verschiedenen Zeitaltern; die Wellen der Erkenntnis und der Unwissenheit sind überall die gleichen. Sie bringen die für den Fortschritt des Bewusstseins so nötigen Gewässer in Bewegung. Deshalb erlangt jeder, der nach Wissen strebt, Gelassenheit des Geistes inmitten des Sturms und der Anspannung. Lasst uns nicht in Unwissenheit verharren, wenn das Wissen an alle Tore pocht.

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