Lethargie ist ein eigener, unklarer Zustand zwischen Schlaf und Tod. Das Herz setzt fast aus, der Körper ist bewegungslos und der Gesichtsausdruck entrückt. Jedoch der Mensch lebt nicht nur, sondern kehrt auch aus eigenem, für niemanden erkennbaren Grund in den Wachzustand zurück. Der Zustand von Lethargie stellt sich unerwartet ein, und die Umstände dieses vorübergehenden Zustandes können von den Umgebenden des Betroffenen nicht erkannt werden. In Unserer Sprache ist dies ein lange anhaltendes Austreten des feinstofflichen Körpers. Dieser Zustand ist keine Krankheit und sollte in Verbindung mit der Feinstofflichen Welt betrachtet werden. Er kann infolge von Übermüdung, Schreck, Schock, Kummer oder unverhoffter Freude als unnatürliche Anspannung des Organismus eintreten. Beachtenswert ist besonders der Augenblick des Erwachens. Gewöhnlich richten die Anwesenden durch unangebrachte Ausrufe und Fragen großen Schaden an. Jede derartige Frage ist schon ein Eingriff. Man sollte mit größter Vorsicht darauf achten, dass sich die bewahrten Eindrücke nicht verflüchtigen. Die Menschen, die aus der Lethargie erwachen, beteuern sehr oft, sich an nichts zu erinnern. Eher sind solche Erinnerungen infolge unangebrachter Fragen oder Lärm aus ihrem Bewusstsein gewichen. Auf diese Art ging eine Möglichkeit, mit der Feinstofflichen Welt bekannt zu werden, verloren. Beim Erwachen ist der Duft von Rosenöl sehr nützlich.