Unbegrenztheit, § 44

Wenn Wir zu den fernen Welten aufrufen, wollen Wir nicht vom Leben entfernen, sondern neue Wege erschließen. Nur in erkennbarer Anteilnahme an der Unbegrenztheit vermag man die höheren Sphären zu erreichen. Wenn wir die Entwicklung des menschlichen Geistes von den ganz primitiven Formen an verfolgen, werden wir merken, dass sich die unterschiedlichen Formen der ursprünglichen Geister in entsprechende Erscheinungen verzweigen. Die Formen der gegenwärtigen Zeit kann man als zur Vervollkommnung strebend bezeichnen. Die Formen der Zukunft entsprechen den fernen Welten. Indem sich die Menschheit selbst des Wissens kosmischen Weitblicks beraubte, hat sie sich von den Erscheinungen der Unbegrenztheit entfernt und den Faden der Einheit mit der Schönheit des Lebens und der kosmischen Energie verloren. Diese Abspaltung ist grausam, und der verlorengegangene Faden verwandelt sich in ein dünnes Spinngewebe der Wirklichkeit. Wir, die Brüder der Menschheit, wissen, dass es eine große ungeschminkte und unzerstörbare Wirklichkeit gibt. Behauptet euch in der Annahme der großen Schönheit der Unbegrenztheit! Mögen die fernen Welten als ein wunderbares Reich im Bewusstsein der Menschen leben! Dieses ist genauso unwiderlegbar und genauso real wie die Tatsache, dass ein wachsendes Saatkorn eine Blume gebiert. Die fernen Welten werden nur als etwas ausgelegt, was den Begriff der Ferne erläutert. Doch lasst uns die fernen Welten betrachten – dort wird das Leben in Schönheit und im Streben nach Heldentat bestätigt; dort gibt es die Feuer des Geistes; dort gibt es das Feuer der Liebe; dort werden die scheinbaren Auswüchse der Erde in Schöpfungen des Feuers umgewandelt. Die Feuer des Geistes bringen das Wissen, dass das Durchschreiten der Gegenwart und das Streben in die bessere Zukunft jene Leiter schaffen, auf der wir aufsteigen. Wir, die Brüder der Menschheit, rufen auf zu den fernen Welten!

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