Unbegrenztheit, § 189

Wie wenig verstanden hat die Menschheit die Welt der Wirkungen! Es gibt keine Willkür im Kosmos. Wer seinem Fundament Zufälligkeit zugrunde legt, haftet nur schwach an der Kette der Lebensenergie. Die Energie, die zum Leben aufruft, ist für die Richtung des Strebens entscheidend. Daher wird ein willkürlicher Gedanke eine ungenaue Entscheidung treffen. Ein willkürlicher Gedanke liefert den Boden für Zerstörung, doch Streben ermöglicht es, einer chaotischen Erscheinung Form zu verleihen. Unter den sich auf Erden offenbarenden Formen gibt es so viele Opfer der Willkür. Gleichwie eine Tat die Sphären erbeben lässt, so erschüttert auch Willkür die Welt der Wirkungen. Das Gesetz ist so unabänderlich, dass man sagen kann, dass es mit der Entwicklung der Feinheit des Gedankens es möglich sein wird, die Form bewusst zu ändern. Stellen wir uns die Welten als Welten verfeinerter Prinzipien und in ihrer ganzen unbegrenzten Schönheit vor!

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