Der Ruf, § 304

1922 - X - 14

DAS BUCH DES GEBETS Kämpfer, willst du wirklich mit Speer und Schwert ins Heiligtum des Tempels treten? Freund, ich bin zu einer Heldentat ins Leben ausgezogen, wie könnte ich die Waffen jetzt im Stiche lassen? Kämpfer, Ich werde deine Waffen im Hof des Tempels aufbewahr'n. Freund, ich bin gekommen, mein Hab und Gut zu weihen, wie könnte ich dieses jetzt zurücklassen? Vater, vernichte meine Hand, wenn diese sich zu einer ungerechten Tat erhob'n hat. Vater, verbrenne mein Gehirn, wenn dieses mit verlogenen und treulosen Gedanken spielt. Vater, schlage mich zur Gänze nieder, wenn zum Bösen ich mich wende. Mein Sohn, Ich werde deine Hand nicht niederschlagen. Mein Sohn, Ich werde dir kein Leid zufügen, wenn du zu einer Heldentat ins Leben ausgezogen bist. Inmitten der Errungenschaften verharre eine Zeit in der Stille deines Geistes. In dieser Zeit will Ich dein ganzes Wesen leis' berühr'n. Der Augenblick des Großen Schweigens führt zur Erkenntnis des gewünschten Dienens. Vater, von nun an will ich meine Psalmen kürzen und langer Loblieder entsagen. Die Heldentat soll mein Gebet jetzt sein und schweigend will ich sie beginnen. Brüder, bei allem, was ihr anfangt, beachtet den Moment des Schweigens. In diesem Augenblick berührt euch der Bote Meiner Weisung. Und während ihr Gebet und Heldentat in Schönheit ausschmückt und an die Macht des Opfers glaubt, werdet ihr in den Tempel eingeh'n. ENDE DER TRILOGIE.

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