Der Ruf, § 235

1922 - V - 30

Beachtet die Macht des Geistes - seine Kraft ist unerschöpflich. Das Wort ist der geringste Teil. Der Wirbelwind ist nur eine Ausdrucksform der Bewegung. Der Schnee ist nur eine Ausdrucksform der Kälte. Das Wetterleuchten ist nur eine Ausdrucksform des Gewitters. Das Wort ist nur eine Ausdrucksform schöpferischen Denkens. Die Quelle der Ideen erleuchtet nur selige Augen. Die Saite hoher Spannung erklingt nur dem hellhörig' Ohr. Man könnte erschrecken und erlahmen bei der Erkenntnis seiner Nichtigkeit. Die Größe uns'res Schöpfers aber, stellt ein Sandkorn gleich dem Berge. Die Erkenntnis der Unbegrenztheit hat begonnen, sie zieht in jedes Haus und jedes Herz. Öffnet und gewähret Zutritt. Die Blätter wachsen jeden Tag, die Blüten aber nur zu ihrer Zeit. Wie durch ein Wunder wächst der Baumbestand im Nu.

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