Der Ruf, § 217

1922 - IV - 25

Nachts lehren Wir, am Tage schreiben sich die Menschen dies selber zu. Der Hauptteil Uns'res Daseins liegt in der Nacht - das Aug' sieht den Abgrund und das Ohr verspürt den Wind. Wächter, denk an den anvertrauten Schatz. Ich meine, Unser Ruf verleiht ein größ'res Wissen als die Überlieferungen des Altertums. Unheil naht - Ich lehre euch, es zu ertragen. Die Hand des Schöpfers enthüllt zwei Sphären. Es wird empfohlen, den geist'gen Pfad zu wählen. Die Hundemeute knurrt, die Eule lässt im Dunkeln ihre Augen blitzen. Doch Wissende, sie zittern nicht. Ich sende euch den Schild - schauet und wendet euer Glück nicht ab. Der Morgen ist oft nebelig und Kälte dringt ins Herz. Ihr aber wisst - das Glück muss kommen. Erwärmt euch mit dem Feuer des Bewusstseins der Zukunft. Die Dämm'rung währt nicht lange, ja, ja, ja. Die geist'ge Auseinandersetzung wütet, klar vernimmt das Ohr den Lärm. Ja, ja, ja, so seid mit Energie erfüllt!

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