1921 - V - 19
Ein reines Gebet gelangt ans Ziel - zu Füßen Christi erblüht es silbrig. Mit reiner, blauer Flamme lodert das rufende Wort. Es erstrahlt der Kelch in der inneren Erhebung. Herr, trockne uns're Tränen und nimm die Flammen uns'rer Herzen wahr! 'Durch Flammen will Ich eure Tränen trocknen, errichten dann den Tempel eures Herzens.' Alltägliches legt beiseite, der Herrscher ist erschienen! Er hat den Schatz des KELCHES umgewandelt; entflammt gibt Er zurück euch das Gefäß. Oh doppelsinnige Flamme, behaupte dich, du zweischneidige! Tränen der Freude sind der Wein des Herrn, mit reiner Flamme strahlen sie. 'So gießt denn aus den Strom der Freude; Meine Herzen - versieget nie.' Aus vollstem Kelch, Herrscher! Betet an Meinem Herzen, gern heb ich den Kelch zu Christi empor.