Der Ruf, § 128

1921 - XII - 29

Beginnt Mein Werk auf reinem Boden. Ich werde den Zeitpunkt für jeden reinen Anfang bekanntgeb'n. Not soll euch nicht bedrängen. Menschliche Gesetze sollen euch am Aufbau nicht hindern. Betrachtet es als Glück, Licht in die Reihen Finst'rer und auch euren Feinden zu bringen. Wir hab'n beschlossen, den Pfad der Lehre auch bösen Herzen aufzuzeig'n und sie durch Einigkeit und Schönheit zu erweichen. Der finstre Geist ist kälter und auch härter als das Wort des Heils. Nur mit Mühe kann die Hand der Wahrheit die Kerkerstäbe brechen. Von Oben strömt die Wahrheit nieder, doch die Menschen erfanden Schirme zum Schutz vor göttlichen Strömungen. Trotzdem wird dieser Schauer auch trockne Herzen erreichen. Dem Bösen nehmen Wir den Anschein des Lichtes, den Pfad zum Guten jedoch erleuchten Wir durch Blitze. Wir werden euch die Fähigkeit verleih'n, mit dem Herzen zu versteh'n. Nur geistig blinde können dies bezweifeln. Zeiget Geduld auf der Treppe in die Zukunft.

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