Der Ruf, § 116

1921 - XI - 30

Kostbar ist die Lehre Moryas, sie führt euch auf dem Lebensweg. Häufig blenden die Finst'ren Wegelagerer, nur selten strahlt ein geist'ges Feuer. Das alte Feld ist bei weitem noch nicht gepflügt, noch sind Uneinigkeit und Gereiztheit groß! Der Kelch der Engel kümmert die Menschen nicht. Der ird'sche Lebensweg eines Menschen erscheint im Vergleich mit dem Lebensweg der Welt wie eine kurze Zugfahrt im Verhältnis zu einer Weltreise. Das Glück himmlischer Höh' verleiht den Kämpfern für die Wahrheit Mut und Zuversicht. Manchmal wird die Wahrheit symbolisch ausgedrückt. Der Verstand kann die Parallelen zum Leben noch nicht begreifen, man muss daher mit Alltäglichem erklär'n. Noch braucht der Mensch Vorstellungen ihm bekannter Art, und trotzdem wird der Geist auf diesem symbolischen Pfad in seine wahre Wohnstätte gehoben.

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