Helfet einander, hört ihr! Helfet im Kleinen wie im Großen. Hilfe ist ein Pochen an das Tor der Zukunft. Ihr wisst es nicht, welcher Tropfen die Schale bis zum Rande füllt. Ich will euch an eine Geschichte aus dem alten Indien erinnern. König Rischiputra konnte nicht schlafen. Er rief einen Weisen, ihm den Schlaf wieder zu bringen. Der Weise sagte: ‘König, durchsuche dein Lager.’ Das königliche Lager wurde durchsucht, und in den Falten des Betttuches wurde ein Stein gefunden. Der König freute sich und meinte, seinem Kummer auf den Grund gekommen zu sein. Aber der Schlaf stellte sich nicht ein, und der Weise wiederholte seinen Rat. Das Lager wurde von neuem durchsucht, und ein toter Schmetterling wurde gefunden. Wieder war der König gewiss, dass die Ursache seiner Schlaflosigkeit entdeckt wurde. Aber der Schlaf blieb aus. Der Weise sagte: ‘Es gibt keine Wirkung ohne Ursache. König, durchsuche selbst dein Lager, denn niemand vermag das eigene Auge zu ersetzen.’ Und der König fand ein Goldkorn unter seinem Kissen, so klein wie ein Senfkorn. ‘Dieses winzige Korn konnte mir nicht geschadet haben’, dachte der König, aber alsbald schloss der Schlaf seine Augen. Am Morgen wandte der Weise sich an den König: ‘Niedergang des Geistes wird nicht nach Vierteln gemessen. Die Kriegsschätze können dieses, einer Witwe genommenes Korn nicht aufwiegen. Hilf, König, wo immer du helfen kannst.’ Helfet soweit eure Hände reichen und eure Gedanken fliegen können. Nur so können wir an die Tore der Zukunft klopfen. Lasst uns bedenken, dass jede Stunde, die man sich dafür Zeit nimmt, als Guthaben der Zukunft verzeichnet wird. Man muss sich der Tatsache erinnern, dass man durch eine Zusammenarbeit mit Uns alles erhält, was man benötigt, wenn man den verbindenden Faden nicht zerreißt. Ein in Hilfsbereitschaft loderndes Herz ist mit Unserem Herzen. So müssen wir der Zeit entgegentreten, die nur für Unwissende schrecklich ist, für Wissende ist sie jedoch bedeutungsvoll.